Spruch der Woche:
'Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.' (Henry Ford)
 
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Rückblick

18. Sept. 2012
C2 Themenabend:
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 A   


  Achtsamkeit
(verwandte Begriffe: mindfulness, meta-kognition u. metastimmung, beobachtendes ich)
Achtsamkeit bezeichnet ein selbstreflexives Wahrnehmen, dessen Gegenstand die Erfahrung selbst einschließlich der Emotionen, vom Geist beobachtet und erforscht wird. Achtsamkeit ist eine neutrale Einstellung, die auch in turbulenten Situationen die Selbstreflexion bewahrt. Beispiel: „Es ist Wut, was ich empfinde.“ Es kommt darauf an, sich angemessen zu ärgern. Vergnügen hilft, sich schneller abzuregen.
Quellen: Psychologie heute. 1996.02

  Ärger: Was dagegen tun?
Anlaß für Ärger sind: Feindseligkeits-Syndrom und chronische Ärgerbereitschaft. Deshalb sind Ärgerhygiene und Ärgervermeidung buchstäblich Überlebensstrategien.

1. Schritt: Selbstbeobachtung:
Beginnen negative oder zynische Gedanken aufzusteigen? Werde ich wütend? Reagiere ich aggressiv?

2. Schritt: Ärgerbuchhaltung
Was habe ich gedacht? Was habe ich gefühlt? Was habe ich getan? Wie sehr hat mich das beschäftigt?

3. Schritt: Analyseschema anwenden
Ist die Sache es wert, daß ich sie wichtig nehme? Falls ja -> Bin ich im Recht? Falls ja -> Kann ich angemessen reagieren (oder kann ich eh nichts tun)?

Diese Einsichten ummünzen in Ärger-Vermeidungs-Strategien (Reihenfolge möglichst einhalten):

1. Strategie: Mit sich selbst argumentieren/besprechen gemäß Analyseschema s.o.

2. Strategie: Aus der Ärgersituation aussteigen: STOP! Situation ummünzen; dabei hilft meist Lächeln.

Goleman: Emotionale Intelligenz: Es geht nicht darum, daß man negative Emotionen meiden muß, um zufrieden zu sein, sondern darum, daß man stürmischen Gefühlen nicht erlaubt, alle angenehmen Stimmungen zu verdrängen.
Quellen: Psychologie Heute 1996, H.4 S.20 ff



 B   


  Bedeutung, Wahrheit
Es ist eine bedeutende und allgemein verbreitete Tatsache, daß die Dinge nicht immer das sind, was sie zu sein scheinen. Zum Beispiel waren die Menschen auf dem Planeten Erde immer der Meinung, sie seien intelligenter als die Delphine, weil sie so vieles zustande gebracht hatten - das Rad, New York, Kriege und so weiter, während die Delphine doch nichts weiter taten, als im Wasser herumzutoben und sich´s wohlsein zu lassen. Aber umgekehrt waren auch die Delphine der Meinung, sie seien intelligenter als die Menschen, und zwar aus genau den gleichen Gründen.
Quellen: Adams, Douglas: Per Anhalter durch die Galaxis

  Beobachtung1
Beobachtung ist die Feststellung eines bedeutsamen Unterschiedes
Quellen: Helmut Willke, Systemtheorie II, Interventionstheorie S.12

  Beobachtung2
... dass Beobachtung nur der Anfangspunkt eines Prozesses ist, an dessen jeweils gerade festgehaltenem Endpunkt die Rekonstruktion von Bedeutung, also Verstehen steht.
Quellen: Helmut Willke, Systemtheorie II, Interventionstheorie S.37

  Beteiligung
Quod omnes tangit, ab omnibus approbetur.
(frei: was alle angeht, muß von allen genehmigt werden.)
Quellen: Edvard I von England. ca. 1295



 C   


  Coaching
Ein Coach hat weder eigene Erwartungen noch Ansprüche (zu haben), er hat vielmehr uneigennützig im Sinne seines Auftraggebers (immer der Gecoachte) tätig zu werden.
Ratschläge sind auch Schläge, ein Coach ist Reflektor, nicht Glühbirne. Ein Coach muß in der Lage sein einfühlend die Rolle seines Auftraggebers einnehmen zu können.
Coaching bedeutet, die eigenständige Gehfähigkeit des Auftraggebers zu stärken, zu erweitern oder wiederherzustellen.
Ein guter Coach konzentriert sich allein auf die Person seines Auftraggebers und weiß, daß die Wahrheit des anderen und meine eigene Wahrheit gänzlich unterschiedliche Größen sein können...
Jeder Coach sollte selbst einen gründlichen Prozeß von Selbstreflexion durchlaufen haben und sich seiner eigenen Projektionen und Übertragungen bewußt sein.
Quellen: Wolfgang Saamann in: „Rückle, Horst: Coaching.“:



 D   


  Dialog1
Fließen von Sinn/Bedeutung dia=durch logos=Sinn/Bedeutung. Der gemeinsame Sinn ist der Mörtel, der Menschen und Gesellschaft zusammenhält. Beim Dialog werden die Beteiligten zu Beobachtern ihres eigenen Denkens.
Quellen: D.Bohm

  Dialog2
Grundbedingungen:
1. Alle Teilnehmer müssen ihre Annahmen 'aufheben', um sie sichtbar zu machen (Hypothesen vor sich in der Schwebe halten)
2. alle sind gleichberechtigte Gesprächspartner
3. ein 'helfender Begleiter' 'hält Dialog zusammen'.
Quellen: D.Bohm

  Dialog3
Dialog ist die Kunst gemeinsamen Denkens. D. ist die fortlaufende Erforschung unserer tiefsten Annahmen und Überzeugungen, die wiederum auf einer gewissen Ebene gleichbedeutend mit Kultur sind.
Quellen: P.Senge

  Dialogprinzipien
achtsames Zuhören, Balance von Erkunden und plädieren (Fragen und Behaupten), Tempo des Sprechens drosseln, eigene Annahmen veröffentlichen, sich mit Polarisierungen vertraut machen, das Neue suchen.
Frei nach R. Timel vom 26.11.97.

Stellen Sie sich vor: Sie haben eine Frage – und ein anderer stellt sie...

Dialog: dialogos=Gespräch, um die Standpunkte kennenzulernen. David Blohm: Den Sinn kennenlernen. Die „Landkarte“ des Sinns der Wörter malen - mit Konturen und Grenzen, Farben, Formen, Zeichen, Übergängen, Aussichten usw.
Hier wird nicht analysiert sondern verstehenwollend angenommen.

Diskurs: discurrere = hin- und herlaufen, sich in Worten ergehen. Rede oder Gespräch (auch ein Einzelner kann einen Diskurs veröffentlichen, indem er sich mit einem Thema - in der Regel wissenschaftlich - auseinandersetzt.) Im Unterschied zum Dialog gibt es neben dem Thema auch das Ziel: Klarheit schaffen, Abgrenzen, Definieren.

Diskussion: Discussio = Untersuchung, (spätlat.) discutere = untersuchen, erörtern - eigentlich zerlegen, zerschlagen, auseinanderschneiden. Die Diskussion behindert meist die Gesamtsicht (Bsp.): Wenn ich eine Vase zerschlage, dann kann ich zwar sämtliche Scherben wieder zusammenkleben, sie wird aber nie mehr so aussehen, wie vorher.

Debatte: debattieren von franz. debattre = verhandeln, eigtl. wörtlich niederschlagen. ... Entscheidung ist gefordert. Entweder-Oder. Sieg oder Niederlage. Meist praktiziert als ein „Sich die Argumente um die Ohren schlagen“. Bestenfalls weiß danach jeder, daß er den anderen nicht versteht.

Was die Sprache noch an Möglichkeiten/Methoden bietet, sich auszutauschen:
Gespräch Klatsch/Tratsch Podiumsdiskussion Seminar Sitzung small talk Stammtischrunde Unterhaltung Unterredung Verhandlung
Quellen:



 E   


  Einsicht
Einsicht ist oft schwer zu erreichen, und wenn wir ein Problem nicht lösen können weil es zu komplex ist, werden wir frustriert und ängstlich (Angst erster Ordnung)
Quellen: Edgar H.Schein

  Elternaufgabe: Drei Aufgaben des Wüstenführers
1. Man muß da sein, wenn man gebraucht wird (bei Gefahren einschreiten, trösten, Mut machen,...).
2. Man muß sich raushalten können, wenn man nicht gebraucht wird (damit die unerfahrenen Reiseteilnehmer eigene Erfahrungen machen können)3. Man muß sich durchsetzten können, wenn es nötig ist (denn wer einem Kind die Führung in gefährlichem Gebiet überlässt, bringt nicht nur das Kind, sondern die ganze Expedition in Gefahr).Entscheiden dafür, wie man diesen Balanceakt hinbekommt, ist die eigene Einstellung zu Wüstenwanderung (Ort wo nur Gefahr lauert, oder Ort an dem es auch Positives zu erleben gibt,...)
Quellen: Lämmle/ Wünsch 'Familienbande' S.140

  Emotionale Intelligenz
- Selbstbewußtheit
- Selbststeuerung
- Motivation
- Empathie
- Soziale Kompetenz
Quellen: Daniel Goleman

  Entscheidung1
Eine Entscheidung ... ist definiert als eine Handlung, die auf eine an sie gerichtete Erwartung reagiert (Luhmann 1984). In Entscheidungen kommt deswegen die untergründige Systemstruktur zum Vorschein, ... und wie die 'organization in action' sich manifestiert und reproduziert.
Quellen: Helmut Willke, Systemtheorie II, Interventionstheorie S.152

  Entscheidung2
Wer überlegt, der sucht Bewegungsgründe, nicht zu dürfen. Wer sich Knall auf Fall, ihm selbst zu leben, nicht entscheiden kann, der lebt anderer Sklav auf immer.
Quellen: Al Hafi aus Lessings Nathan

  Erkenntnistheorie und Irrtümer
1. Die Verwechslung von Speisekarte und Essen
2. Die Idee der einen und unteilbaren Wirklichkeit und Wahrheit
3. Das Alles-oder-Nichts-Prinzip: Entweder-oder
4. Die Idee der persönlichen Identität
5. Die Idee der Steuerung
6. Die Idee der Hierarchie
7. Die Idee der Berechenbarkeit der Welt
8. Die Idee, man wüßte, was gut und schlecht ist
9. Die Verwechslung von aktiver und passiver Negation: Man kann für oder gegen etwas sein und sich neutral verhalten. Bsp.: Nicht aktiv für Ordnung zu sorgen führt nicht notwendig zu Unordnung.
10. Die Idee der Allmacht und der Ohnmacht.
Quellen: F.B. Simon

  Ethischer Imperativ
Handle stets so, daß weitere Möglichkeiten entstehen.
Quellen: Heinz von Förster



 F   


  Feedback
Geben Sie Feedback,
wenn es von Ihrem Partner erwünscht ist. Unmittelbar, damit Ihr Partner sich erinnern kann, wovon Sie berichten. Bewerten Sie nicht! Beschreiben Sie Ihre Wahrnehmung und die Wirkung des Wahrgenommenen auf Ihre Gefühle. Damit das gelingt, reden Sie per „ich“ aber niemals per „wir“ oder „man“.

Nehmen Sie Feedback auf,
wenn Sie es wollen, hören sie „positiv“ zu, d.h. seien Sie nicht mißtrauisch, Verständnisfragen sind erlaubt,
rechtfertigen Sie sich nicht, aber sagen Sie, wenn Sie sich angegriffen fühlen
Quellen:

  Fragen statt sagen
Weshalb?
Im Berufsleben wird meist die „Sagehaltung“ bevorzugt. Denn präzise Zielvorgaben sollen die Aufgabenerfüllung erleichtern. Dieses Verhaltensmuster ist in kreativern Gruppenprozessen nicht brauchbar.

Die Fragehaltung soll zum Mitdenken und Mitmachen anregen. Fragen können das Problembewusstsein erhöhen und das Finden von Argumenten und Lösungsideen erleichtern.

Was erreichen wir mit Fragen?
Wir können
  • Auf Vorwissen, Bedürfnisse und Widersprüche der Gruppenmitglieder eingehen und diese transparent machen und erkennen, in wie weit Einzelmeinungen auch Gruppenmeinungen sind,

  • Feedback- und Einigungsprozesse erleichtern,

  • Jedem Gruppenmitglied die Chance geben, seine Absichten zu artikulieren,

  • Den Lernbedarf der Gruppe aufdecken,

  • Stimmungen transparent machen.

  • Quellen:

      Freiheit
    Wir sind geboren mit Wahlberechtigung und Wahlverpflichtung. Sowohl Bedingtheit als auch Freiheit sind uns auferlegt in unserem Erwachsenwerden. Gene und Geburt, Wahrnehmungs- und Einschätzungsfähigkeit, Voraussehen und Erinnern, dies alles gehört zu unserer lustvollen und qualvollen Freiheit in Begrenztheit. Cohn, Ruth C.
    Quellen: Cohn, Ruth C.

      Führung, Steuerung von Systemen
    Führung ist neu zu bestimmen, nämlich nicht als macht- und Eingriffsmöglichkeit einzelner auf andere soziale Systeme, sondern als Fähigkeit, Selbststeuerung von Gruppen, Abteilungen, Organisationen zu ermöglichen. Kontextsteuerung heißt das Zauberwort heute, das eigentlich nichts anderes besagt, als daß dafür Sorge getragen werden muß, daß ganze Zusammenhänge sich selbst führen müssen, da einzelne darin völlig überfordert sind. Sie haben als von der Organisation vorgesehene Autoritäten eigentlich nur die Pflicht, in diese Richtung zu intervenieren und zu steuern – selbst Mitglieder und Mitleidende des gleichen Prozesses.
    Quellen: Aus: Heintel, Sonderdruck „Veränderung in Organisationen“

      Führung, Wirklichkeitskonstruktion
    Wie ein Manager seine Wirklichkeit konstruiert, ist ein zentraler Bestandteil des Führungs- instrumentariums. Es bestimmt, wie er mit seinen Kollegen und Mitarbeitern kommuniziert. Daher trägt er entscheidend dazu bei, wie sich die Firma organisiert.
    Quellen: Fritz B. Simon, Die Kunst nicht zu lernen

      Führung1
    Führungskräfte zerbrechen häufig an ihrer Vision, weil sie die Fähigkeit verlieren, die gegenwärtige Realität zu erkennen. Sie geben insgeheim dem eigenen Wunsch und dem der Organisation nach, die Unsicherheit zu besänftigen und jede Ungewißheit zu vermeiden.
    Quellen: Bryan Smith

      Führung2
    Führende erzeugen und bewältigen kreative Spannung, nicht nur in sich selbst, sondern in der ganzen Organisation. Auf diese Weise verleihen sie der Organisation Energie. Das ist der Sinn ihrer Existenz, ihre Hauptaufgabe.
    Quellen: P.Senge

      Führung3
    Interne Unstimmigkeiten können verziehen werden, aber eine Führungspersönlichkeit, die in Fragen des externen Umfeldes scheitert, wird meist gekündigt, abgesetzt, oder auf noch dramatischere Weise abgelöst.
    Quellen: Edgar H.Schein

      Führung4
    geborene "Führer" in einer lernenden Organisation sind die Lernenden.
    Quellen: P.Senge

      Führung5
    Albert Görres, ein Münchner Psychiater, meinte, es gebe heute viele Abteilungsleiter, die würden um sich nur Bewunderungszwerge sammeln. Doch Bewunderungszwerge werden außer Lob für den Chef nichts für das Unternehmen leisten. Wer Bewunderungszwerge um sich sammelt, der missbraucht die Führung zur Hebung seines eigenen Image.
    Schon vor zweitausend Jahren wusste das Jesus. Er geißelte zwei negative Weisen von Führung, bevor er sein Führungsmodell vorstellte: „Die Könige herrschen über ihre Völker, und die Mächtigen lassen sich Wohltäter nennen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Kleinste, und der Führende soll werden wie der Dienende.“ (Lk 22,25f)
    Die erste Weise des Führens zeichnet sich dadurch aus, dass ich andere klein machen muss, um an meine eigene Größe zu glauben. Doch von Kleingemachten kann ich keine große Leistung erwarten. Wer so führt, kreist letztlich nur um sich und seine Größe. Er kann niemanden neben sich hochkommen lassen.
    Die zweite negative Weise von Führung zeichnet sich dadurch aus, dass ich meinen Job missbrauche, um mein Image zu pflegen. Solche Leute müssen dann alle anderen, die beliebt sind, unterdrücken oder gar entlassen. Denn sie können niemanden neben sich dulden, der etwas vom Beliebtheitskuchen wegisst.
    Auf solche Weise wird sehr viel Potential in den Firmen verschleudert. Manche Psychologen meinen, 40% der Energie würden durch solche unreifen Spiele vergeudet. Solche Führungskräfte dienen nur sich selbst. Aber sie sind nicht frei, den Menschen und dem Unternehmen zu dienen.
    Jesus versteht Führen als Dienen. Das griechische Wort „diakonein“ meint den Tischdienst. Wer bei Tisch dient, der möchte, dass den Menschen das Leben schmeckt. Dienen heißt daher für mich: dem Leben dienen, Leben in den Mitarbeitern hervorlocken, Leben wecken.
    Um Leben wecken zu können, muss ich mich manchmal zurücklehnen und einzelne Mitarbeiter betrachten: Welches Potential steckt in ihm? Wie finde ich den Schlüssel, um das, was in ihm an Möglichkeiten steckt, aufzuschließen? Statt gegen einen schwierigen Mitarbeiter anzugehen, soll ich versuchen, das Leben in ihm zu wecken. Wenn ein Mitarbeiter schwierig ist, hat es immereinen Grund. Niemand ist aus Lust schwierig. Wenn ich gegen den schwierigen Mitarbeiter kämpfe, wird er soviel Gegenkraft entwickeln, dass ich ständig mit ihm beschäftigt bin. Wenn ich Leben in ihm wecke, wird er zum Segen für das Unternehmen werden. Und ich selbst werde das Gefühl haben: Führen lohnt sich. Ich habe in einem Menschen Leben geweckt. Das macht mich glücklich.
    Quellen: Pater Anselm Grün



     G   


      Gelassenheit1
    Gelassenheit ist zu erreichen durch: In sich gehen, bei sich bleiben, nicht außer sich geraten, ruhig bleiben, Pausen machen, innehalten, Atem holen.
    Quellen: Peter Zürn: Leadership. in: Langsamkeit entdecken, Turbulenzen meistern.

      Gelassenheit2
    Ich wünsche mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, diese Dinge zu unterscheiden.
    Quellen: Augustinus (auch Oettinger zugeschrieben)

      Gesprächsführung: Was kann ich tun, damit ich den anderen verstehe?
    Leitsätze: Bestätigung holt den Partner dort ab, wo er ist. Die Frage führt ihn in die gewünschte Richtung (Wer fragt führt). Die Begründung "wozu" gibt ihm die Sicherheit, nicht „ausgefragt zu werden".

    Veränderungen 2. Ordnung werden ermöglicht durch:
  • Verflüssigen von Überzeugungen: Aufgrund welcher Erfahrungen? Könnte das auch ganz anders sein?

  • Kontextpräzisierung: Wer ist betroffen?
  • Wechselseitigkeit von Reaktionen: Was könnten Sie dazu beitragen, dass es so bleibt / schlimmer wird...?

  • Koalitionen und (informelle) Strukturen verdeutlichen: Wer wird Ihre Position unterstützen/untergraben?

  • Zeitdimension einführen: Seit wann? Wie lange noch? Bis wann?

  • Hypothetische (Wunder-)Fragen: Woran würden Sie merken, dass das Problem gelöst ist? Was würde passieren, wenn...? Stellen Sie sich vor, Sie wachen auf, und das Problem ist weg...

  • Quellen:

      Gesundheit
    Gesundheit ist ein Geschenk, das man sich selber machen muss,
    Quellen: Schwedisches Sprichwort

      Glaubenssätze
    Glaubenssätze sind all das, was wir für wahr erachten, selbst wenn es gegenteilige Beweise gibt
    Quellen: J. O'Connor, I. McDermott, Die Lösung lauert überall

      Gleichwertigkeit
    "Ich bin o.k., du bist o.k." ... das Selbstwertgefühl, das weder auf Über- noch auf Unterordnung abzielt, ... ist das Gefühl der sozialen Gleichwertigkeit ... (und) die angemessene Basis, auf der sich menschliche Tätigkeiten am besten entfalten können.
    Quellen: Leonhard Schlegel: die Transaktionale Analyse, S.134

      Glück
    Flow als Begriff für den Moment des Glücks.
    Die Evolution wird vorangetrieben von der Suche nach Neuem. Dieses Finden von Neuem vermittelt das Glücksgefühl. Die Suche nach Neuem muß der Schlüssel zum Glück sein.
    ...das Glück ist der Motor unserer Evolution gewesen.
    Quellen: Csikszentmihalyi, Mihalyi: „Im Rausch der Sinne“:

      Grundwerte1
    Die G. beantworten die Frage: "Wie handeln wir in Übereinstimmung mit unserer Mission, während wir die Verwirklichung unserer Vision anstreben?" G. können sein: Integrität, Chancengleichheit, Sparsamkeit, Freiheit, Leistung, Loyalität. (Alltag der Firma)
    Quellen: P.Senge

      Grundwerte2
    Grundwerte sind notwendig, um Menschen bei ihren tagtäglichen Entscheidungen zu helfen. Sie sind nur dann hilfreich, wenn sie in konkrete Verhaltensweisen übersetzt werden können.
    Quellen: P.Senge



     H   


      Helfen: Anderen helfen lernen - ein Prozeß
    Um andere schützen zu können muß man lernen, sich selbst zu schützen. Um für andere sorgen zu können, muß man eine Eigenproduktion an emotionalen Nährstoffen haben. Um jemanden aufbauen zu können, braucht man selbst eine gewisse Standfestigkeit. Es ist ein Irrtum zu glauben, solche Fähigkeiten würden Frauen und Männer spätestens dann automatisch verliehen, wenn sie ein Kind in die Welt gesetzt haben.
    Quellen: Lämmle/ Wünsch 'Familienbande' S.133



     I   


      Ideologie
    Eine Ideologie lässt sich beschreiben als System übergreifender Werte, die besonders in schwer erklärlichen und steuerbaren Bereichen als Vorschriften für das Verhalten gegenüber anderen Gruppen und dem allgemeinen Umfeld dienen.
    Quellen: Edgar H.Schein

      Information1
    Information ist jeder Unterschied, der einen Unterschied macht. Was für den einen Menschen eine Information ist (einen Unterschied macht), ist für den anderen keine (macht keinen Unterschied).
    Quellen: Gregory Bateson

      Information2
    Die Feinheit der Abbildung hängt nicht allein von den dargestellten Gegenständen, sondern von der Auflösungsfähigkeit der Kamera ab. Zwischen der äußeren Realität und dem Bild von ihr besteht keine geradlinige Ursache-Wirkung- Beziehung.
    Quellen: Fritz B. Simon, Radikale Marktwirtschaft

      Intelligenz
    Intelligenz bedeutet in seiner Umwelt erfolgreich zu bestehen (Anpassung) und sein Leben weitgehend selbstbestimmt und kreativ gestalten zu können (Selbstbehauptung und Selbstschutz). Dazu gehören Kritisches Denken, know what und know how. Denken höherer Ordnung: abstrahieren, synthetisieren, Metaebene/Metakognition (woran erkenne ich, daß ich ein Ziel erreicht habe usw.),

    Intelligentes Vorgehen wird gefördert durch:

    1. Langsames Denken:
    Intuition statt Beschleunigung des Denkens, Rationalität, Meditation/Muße/Beiläufigkeit

    2. Selbstmanagement:
    Kombination von Selbstbewußtheit, Selbstmanagement und Motivation.
    Balance finden zwischen dem Selbst, dem Beziehungs- und dem Arbeitsleben

    3. Perspektivische Intelligenz: ... heißt, unsere Bewegungen in Zeit und Raum zu beachten.
    Proust: Die wahre Entdeckung besteht nicht darin, Neuland zu finden, sondern die Dinge mit neuen Augen zu sehen. Perspektivwechsel bedeutet immer auch Selbst-Verunsicherung.
    Robert Sternberg: Intelligenz ist die Fähigkeit, innere Kohärenz und äußere Korrespondenz herzustellen. Beides ist so zu ordnen, daß Sinn entsteht.
    – alle drei Arten stehen nebeneinander ergänzend.
    Quellen: Psychologie Heute, April 1999

      Intelligenz ist vielfältig
    - Analytisch rationale Intelligenz.
    - Vorstellungs-Intelligenz: Phantasie und räumliches Vorstellungsvermögen.
    - Emotionale Intelligenz: (Sprachlicher) Zugang zu den eigenen Gefühlen.
    - Körper-Intelligenz: Innige Beziehung zum eigen Körper – Körpersignale ernst nehmen – Bewegung genießen.
    - Praktische Intelligenz: basteln...
    - Sprachliche Intelligenz: Ausdrucksfähigkeit und Sprachgefühl.
    - Intelligenz der Flexibilität: Undenkbares denken – auf unmögliche Ideen des anderen eingeen.
    - Interpersonale Intelligenz: Empathie, team...
    - Visionäre Intelligenz: Begeisterungsfähigkeit...
    - Kreative Intelligenz: erschaffend...
    - Intrapersonelle Intelligenz: Das Leben meistern...
    Quellen:

      Intervention
    Ziel systemischer Intervention ist es, Spielregeln, welche die Koevolution der Mitspieler behindern und blockieren, zu verändern. Ein möglicher Weg dahin ist die Bewußtwerdung dieser Regeln, ein anderer die Veränderung dieses "inneren Spielplans".
    Quellen: F.B.Simon: Die Kunst, nicht zu lernen S.53



     J   







     K   


      Kandinskys Arbeitsweise

    Impression Improvisation Komposition
    Quellen:

      Kommunikationsstörungen
    Die meisten Kommunikationsstörungen sind darauf zurückzuführen, daß die Beteiligten sich keine Rechenschaft darüber ablegen, daß sie ganz verschiedene Grundprämissen zu bestimmten Sinnkategorien vertreten.
    Quellen: Edgar H.Schein

      Konflikt
    Das Aufeinandertreffen von unterschiedlichen bzw. (in sich) widerspüchlichen Interessen (Personen, Gruppen, Organisationen, Institutionen).Der Konflikt hat die Tendenz Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und Energie zu binden.
    Quellen: R.Timel

      Konfliktlösung
    Bekannt sind 5 Arten der Konfliktlösung:
    1. Flucht
    2a. Kampf -> Vernichtung, 2b. Kampf -> Unterwerfung
    3. Delegation,
    4. Kompromiß,
    5. Konsens

    Dauerhafte Konfliktlösung geschieht am ehesten durch methodisches Vorgehen:

    Voraussetzung schaffen:
    - Direkte Kommunikation herstellen
    - Dialog kontrollieren
    - Emotionen offenlegen
    - Vergangenheit bewältigen
    - beiderseits tragbare Lösung aushandeln

    Phasenmodell einhalten:
    - Gesprächsbereitschaft prüfen, ggf. fördern
    - Eröffnung: Ausgangslage, Vorgehensweise, Ziel, Spielregeln, Zeitplan, Rolle des Moderators.
    - Darstellung der Positionen, Sicht der Kontrahenten. nicht diskutieren, nicht unterbrechen.
    - Auswertung des Materials von Phase drei. Was gab es Neues, was hat geärgert, was hat überrascht?
    - Verhandlung
    - Realisierung
    Quellen:

      Konstruktivismus
    Für viele Menschen ist der Radikale Konstruktivismus unannehmbar, ja geradezu skandalös. Sie halten ihn für eine aufgewärmte Form des Nihilismus. Ich behaupte, wenn es Menschen gäbe, die wirklich zu der Einsicht durchbrächen, daß sie die Konstrukteure ihrer eigenen Wirklichkeit sind, würden sich diese Menschen durch drei besondere Eigenschaften auszeichnen:

    Sie wären erstens frei, denn wer weiß, daß er sich seine eigene Wirklichkeit schafft, kann sie jederzeit auch anders schaffen.

    Zweitens wäre dieser Mensch im tiefsten ethischen Sinn verantwortlich, denn wer tatsächlich begriffen hat, daß er der Konstrukteur seiner eigenen Wirklichkeit ist, dem steht das bequeme Ausweichen in Sachzwänge und in die Schuld der anderen nicht mehr offen.

    Und drittens wäre solch ein Mensch im tiefsten Sinne konziliant.

    Natürlich gibt es solche Menschen sehr, sehr selten. Ich habe in meinem Leben zwei getroffen, die vermutlich an diesem Punkt angekommen waren.
    Aber wir alle erleben gelegentlich kurze Momente, die irgendwie eine ganz besondere Bedeutung für uns haben können. Das Gesicht einer Katze. Oder die Erste dünne Mondsichel am Abendhimmel. Oder ein Klavierkonzert. Ich glaube, das sind Wahrnehmungen, oder Erlebnisse, in die wir nichts hineinlesen können, denn sie sprechen für sich. Wir sind plötzlich mit einer anderen Wirklichkeit als unseren Zuschreibungen von Wirklichkeit konfrontiert.
    Quellen: aus: Watzlawick: Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns

      Konzentration
    Die geistigen Aufmerksamkeitsqualitäten Richtung, Umfang, Intensität, Unterscheidungsfähigkeit lassen sich ähnlich trainieren und verbessern, wie körperlich muskuläre Kondition nach Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination. Konzentration kann man nicht wollen. Nicht Wille sondern Interesse ist der Ausgangspunkt des Weges, der zur Konzentration führt - Positives Denken! Konzentration lernen durch die Haltung des Zuhören-Könnens... Konzentrationskönner schalten um von einer tunsorientierten auf eine seinsorientierte Haltung, in der die Freude an eigenen Fähigkeiten und prozeßorientiertes Interesse, "intrinsische Motivation", Spaß und Begeisterung in den Mittelpunkt rücken.
    Quellen: Psychologie heute. Nov.93. S.20ff.

      Kultur1
    Unter Kultur versteht man ein erlerntes Prämissensystem, das sich auf die gemeinsame Geschichte der Gruppe stützt und sich zu einer unbewußten gemeinsamen Basis entwickelt. Diese Prämissen manifestieren sich auf folgenden Ebenen:
    -Artefakte
    -bekundete Werte
    -gemeinsame Grundannahmen
    Quellen: Edgar H. Schein, Unternehmenskultur, S.136

      Kultur2
    Kultur ist das, woran sich der Pensionär erinnert. (geronnene Wertvorstellungen)
    Quellen: W.Looss

      Kultur3
    Kultur ist die Ebene, auf der wir unsere Annahmen nicht mehr in Frage stellen.
    Quellen: P.Senge



     L   


      Lachen
    Lachen ist die angenehmste Art, der Menschheit die Zähne zu zeigen
    Quellen:

      Lernen1
    Die Entwicklung von System und Umwelt ist aneinander gekoppelt, beide vollziehen eine Koevolution. Beide bestimmen die Überlebensbedingungen. Die Überlebenseinheit ist die Einheit aus einem lebenden System und seiner Umwelt. Dasselbe gilt auch für Lernprozesse.
    Quellen: F.B.Simon: Die Kunst, nicht zu lernen S.151

      Lernen2
    Die Form der Lehre ist stets der eigentliche Lehrstoff.
    (Dies ist der Grund, warum die meisten Menschen ihre Muttersprache so gut erlernen: Die Form der Lehre - das alltägl. Miteinander-Sprechen - ist der zu lernende Inhalt.)
    Quellen: F.B.Simon: Die Kunst, nicht zu lernen S.153

      Lernen3
    Menschen lernen am schnellsten, wenn sie sich zutiefst für ihre Handlungen verantwortlich fühlen. Wenn wir erkennen, daß unser Schicksal in unserer eigenen Hand liegt, erhält das Lernen eine große Bedeutung.
    Quellen: P.Senge



     M   


      Macht
    Macht hat immer derjenige, der im Tausch von Verhaltensweisen den größeren Einfluß auf den Wechselkurs hat.
    Menschen und andere Lebewesen können sich zwar nicht gegenseitig i.S. der trivialen Maschine steuern und berechnen, sie können aber die Unberechenbarkeit ihrer Mitmenschen dadurch ein wenig herabsetzen, daß sie unerwünschte Verhaltensweisen verhindern, das heißt, Spielräume einengen. Man kann... Sittenstrolche ins Gefängnis werfen... ein Machtmittel. Macht ist also keine Frage von Ursache-Wirkungs-Beziehungen, sondern von guten und schlechten Geschäften.
    Quellen: F.B.Simon: Radikale Marktwirtschaft. S.90

      mentale Modelle1
    Jedes Lebewesen ist darauf angewiesen, die Komplexität der Welt zu reduzieren und handlungsleitende Modelle der Welt zu konstruieren.
    Quellen: F.B.Simon, Die Kunst, nicht zu lernen, S.31

      Mentale Modelle2
    Ideen und Überzeugungen, die wir nutzen, um unsere Handlungen nach ihnen auszurichten. Wir nutzen sie auch, um Ursache und Wirkung, wie wir sie wahrnehmen, zu erklären, und um unseren Erfahrungen einen Sinn zu verleihen
    Quellen: J. O'Connor, I. McDermott, Die Lösung lauert überall

      Methode
    Achtet auf die Mittel (Methoden), die großen Ziele sorgen für sich selbst!
    Quellen: Mahatma Gandhi



     N   


      Natürliche Autorität
    Besteht nicht nur aus Erziehungsgrundsätzen und Regeln sondern aus einer inneren Haltung.Natürliche Autorität von Mutter und Vater besteht aus der Klarheit darüber, welche Interessen und Bedürfnisse man selbst hat - und welche das Kind hat. Man nimmt das Kind ernst, man nimmt sich selbst ernst und besteht so z.B. auf der Einhaltung von Verabredungen.
    Quellen: Lämmle/ Wünsch "Familienbande" S.131



     O   


      Ordnung und Chaos
    Die Organisation eines Unternehmens muß, wenn sie nicht erstarren will, eine für die aktuellen Umweltbedingungen optimale Mischung aus Verhaltensweisen finden, die in Richtung auf Ordnung und Chaos wirken und diese gegenläufigen Tendenzen verbinden. Darin liegt die Kunst des Managements.
    Quellen: Fritz B. Simon, Radikale Marktwirtschaft

      Organisation - Organismus
    Merkmale der Organisation:
    1. Die Teile wissen um ihre Wichtigkeit, diese wird aber von oben nicht anerkannt, denn
    2. Die Zentrale erhebt den Anspruch auf alleinige Steuerungsbefugnis.
    3. Die Belohnung wird verordnet und verabreicht.
    Fazit: Die Wechselwirkungen sind eingeschränkt oder verordnet oder unterdrückt

    Merkmale des Organismus:
    1. Wichtigkeit wird anerkannt von oben nach unten und von unten nach oben.
    2. Die Teile nehmen an der Steuerung teil, indem sie für ihre Selbststeuerung die Verantwortung übernehmen.
    3. Die Belohnung wird unter Mitwirkung aller vereinbart.
    Fazit: Die Wechselwirkungen sind frei, gewollt und bewußt
    Quellen:

      Organisationsentwicklung
    Phasen im Veränderungsprozess von Organisationen:

    1. Phase: Problemdiagnose - Sicht auf das Problem herstellen. Welche Sichtweisen und welches Know-how werden gebraucht? Mit welchen Schritten kann die Problemdefinition erreicht werden? Wie lassen sich vorschnelle Festlegungen vermeiden? Welche Einheiten sind betroffen und wie werden diese sich dessen bewußt? Sind die Verantwortlichen mit dem Problem identifiziert/sich dessen bewußt?

    2. Phase: Prozeßstruktur für Ziel der Veränderung festlegen: Was soll die Veränderung bewirken? Woran wird der Erfolg gemessen? Nach welchen Kriterien? In welchem Zeitraum? Wer wird letztlich über die Festlegungen entscheiden? Welche Kommunik. sorgt für die Beteiligung aller Betroffenen? Werden für die Veränderung externe Ressourcen benötigt?

    3. Phase: Umsetzung beschließen und Implemetierung planen: An welchen Stellgrößen ansetzen? Ist ein Pilotprozeß sinnvoll? Braucht der Veränderungsprozeß eine eigene Org.-form? Wie wird die Linie beteiligt? Gibt es genügend Promotoren? Wie wurde bisher mit solchen Prozessen umgegangen?

    4. Phase: Implementierungsprozess: Was lösen die Veränderungsmaßnahmen aus? Welche Gegenkräfte werden geweckt?
    Wie wird das losgetretene destruktive Potential bearbeitet? Braucht es nach den ersten Veränderungen auch andere Entsch.-strukturen? Welches Maß an Belastungen nach Zeit und Menge ist für die Org. tragbar? Sind inzwischen Prozeßkorrekturen notwendig? ...
    ... denn der Prozeß ist nicht wirklich planbar!

    5. Phase: Auswertung: Welche Erfolge gibt es? Welche neuen Probleme gibt es? Gibt es Erkenntnisse der Organisation für den Umgang mit Problemen?
    Quellen: nach Wimmer/Heintel



     P   


      Personalentwicklung
    Sieben Thesen zur Personalentwicklung:
    1. PE ist die ureigenste Aufgabe der Führungskraft und nicht delegierbar!
    2. PE ist kein Selbstzweck! Sie dient der Strategieumsetzung (PE und Strategie gehen Hand in Hand! Die Führungskraft ist für die Erschließung der MA-Potentiale verantwortlich. Entsprechende Befähigung der FK ist dafür Voraussetzung. Eine PE-Abteilung ist dann stark, wenn die wichtigsten FK Kunden sind!
    3. Die obersten FK verkünden die Entwicklungsprogramme und sind selbst Kunden!
    4. Die zentrale PE-Abteilung muß direkten Zugang zur Geschäftsführung haben.
    5. PE muß alle großflächigen Veränderungsprozesse begleiten und unterstützen und ist damit ständiger Gesprächspartner von Planern und Organisatoren.
    6. Der Lernbedarf steigt ständig - klassische Seminare sind nicht mehr vorrangig. Das Lernfeld Nr. 1 ist der Arbeitsplatz.
    7. Dominierende mentale Vorprägungen können bei Erwachsenen nur schwer verändert werden. Deshalb wichtig: gute Personalauswahl vor Personalentwicklung und -schulung!
    Quellen: Schwester Basina Kloos, Vortrag 1996,Kloster Heilig- kreuztal

      Personen in Organisationen
    "When placed in the same system, people, however different, tend to produce similar results" (Senge 1990)
    Quellen: Helmut Willke, Systemtheorie II, Interventionstheorie S.153



     Q   







     R   


      Reflexion
    Teams, die nicht über ein Mindestmaß von Erkundungsfähigkeiten (z.B.Reflexion) verfügen, verbringen Stunden damit, ihre Standpunkte zu verfechten: Verlierer - Verlierer -Spiel (fauler Kompromiss oder Hierarchenlösung) nach Erschöpfung und Frustration.
    Quellen: P.Senge

      Reflexion2
    Reflexion bedeutet:
    - aus den alltäglichen Gewohnheiten heraustreten,
    - Distanz zur eigenen Arbeit bekommen (Produkte, Service, Führung, Abläufe, Strukturen usw.),
    - das Gewohnte selbstkritisch betrachten
    Quellen:



     S   


      Selbstorganisation
    Lebende Systeme sind selbstorganisierend, sie bedürfen - wie Verkehrsstaus - keines Schöpfers, der sie plant, sie entstehen einfach so durch das Zusammenwirken ihrer Elemente.
    Quellen: Fritz B. Simon, Radikale Marktwirtschaft

      Strategieentwicklungsprozess
    Der Strategieentwicklungsprozess ist zu sehen als umfassender Reflexionsprozess der gesamten Organisation in Bezug auf ihre gegenwärtige und künftige Identität, aber auch hinsichtlich der langfristigen einzuleitenden Maßnahmen der Organisations- und Personalentwicklung
    Quellen: Harald Allabauer, OSB



     T   


      Team
    "Das Team gilt als der Ort schlechthin, an dem genau die Turbulenz produziert und bewältigt werden kann, die die Unternehmensorganisation ebenso lebendig wie steuerbar hält".
    Quellen: Baecker, Dirk (1993): Die Form des Unternehmens, S. 180, Frankfurt (Suhrkamp)

      Team-Lernen
    In Organisationen umfaßt Team-Lernen 3 wichtige Bereiche:
    1. gründliches Nachdenken über komplexe Fragen->Einsichten gewinnen
    2. innovatives, koordiniertes Handeln, "Arbeitsvertrauen" (z.B.Jazzband)
    3. Verbreiten der Praktiken und Fertigkeiten des Team-Lernens an andere Teams
    Quellen: P.Senge



     U   


      Unternehmen, Überleben
    Das Überleben des Unternehmens beweist seine Angepaßtheit. Es beweist, daß seine ...Prozesse und sein Auftreten am Markt variabel waren. Wenn wir die Verantwortung dafür dem Management zuschreiben wollen, so ..weil es ihm nicht gelungen ist, das Unternehmen zugrunde zu richten.
    Quellen: Fritz B. Simon, Die Kunst nicht zu lernen

      Unternehmenskultur, Analyse
    Die Festlegung der Entscheidungskriterien für die Zugehörigkeit und Ausgrenzung (einer Gruppe)stellt einen der besten Ansätze für den Beginn der Analyse einer Unternehmenskultur dar.
    Quellen: Edgar H.Schein



     V   


      Veränderung des Systems
    Sieht man dagegen Kommunikationen - und darauf fußend dann Entscheidungen - als zentrale Elemente jeder Organisation an, dann muß jede Veränderung des Systems zunächst und vorrangig aus einer Veränderung der das System konstituierenden Kommunikations- muster, Kommunikationsregeln und Semantiken folgen. Es wird dann unumgänglich für ein Begreifen und Beeinflussen des Systems, durch die Person hindurchzusehen auf die sich hinter ihnen verbergenden Kommunikationsstrukturen und -regeln.
    Quellen: Helmut Willke, Systemtheorie II, Interventionstheorie S.36

      Veränderung, gezielte
    Eine gezielte Veränderung nicht-trivialer Systeme verlangt in besonderem Maße Wissen darüber, wie das zu intervenierende System beobachtet, wie der intervenierende Beobachter beobachtet und was die Beobachtungen des einen mit denen des anderen zu tun haben. Aber die Expertise läßt sich erwerben - durch gesteigerte Beobachtungsmöglichkeiten.
    Quellen: Helmut Willke, Systemtheorie II, Interventionstheorie S.21

      Vision
    Willst Du ein Schiff bauen, so rufe nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen und Werkzeuge vorzubereiten, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.
    Quellen: Antoine de Saint-Exupery



     W   


      Widerstand
    Widerstand ist die Systemantwort mit dem größten Informationsgehalt. Am Widerstand zeigt sich der Systemzustand.
    Quellen: W.Looss

      Widerstand gegen Veränderungen
    Wir müssen immer daran denken, daß es nichts Schwierigeres handzuhaben gibt, nichts unsicherer im Erfolg ist und nichts gefährlicher in der Durchführung als das Ingangsetzen von Veränderungen. ...Der Erneuerer macht sich alle zu Feinden, die von der alten Ordnung profitiert haben. Nur lauwarme Unterstützung kommt von jenen, die vielleicht unter der neuen Ordnung Vorteile gewinnen können. Lauwarm ist ihre Unterstützung z.T. wegen der Angst vor den Gegenspielern, die ja die existierender Gesetze und Gewohnheiten noch auf ihrer Seite haben, z.T. aber auch deswegen, weil Menschen im allgemeinen nicht leicht an etwas glauben und so lange kein Vertrauen in neue Dinge entwickeln, wie sie dieselben nicht durch eigene Erfahrung überprüft haben.
    Quellen: Niccolo Machiavelli, 1514

      Wirklichkeit
    Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Vorstellungen von den Dingen. Nicht der Tod ist das Furchtbare - sonst hätte er auch dem Sokrates furchtbar erscheinen müssen - sondern die Vorstellung, er sei etwas Furchtbares, das ist das Furchtbare. Wenn wir also bedrängt, unruhig oder betrübt sind, wollen wir die Ursache nicht in etwas anderem suchen, sondern in uns, d.h. in unseren Vorstellungen. Der Ungebildete macht anderen Vorwürfe, der philosophische Anfänger macht sich selber Vorwürfe. Der wahrhaft Gebildete tut weder das eine, noch das andere. Überließe jemand deinen Körper dem erstbesten auf der Straße, wärst du erzürnt. Du aber überläßt dem erstbesten dein Gemüt und gerätst in Bewegung über seine Schmähungen - und deshalb schämst du dich nicht? quisquis suae fortunae faber. (jeder ist seines Glückes Schmied)
    Quellen: Epiktet . *50: Handbüchlein der Moral und Unterredungen. Stgt

      Wirklichkeit, Konstruktivismus, Problem

    Die Geschichte vom achtzehnten Kamel
    Ein Mullah ritt auf seinem Kamel nach Medina: unterwegs sah er eine kleine Herde von Kamelen; daneben standen drei junge Männer, die offenbar sehr traurig waren. „Was ist euch geschehen, Freunde?“ fragte er, und der älteste antwortete: „Unser Vater ist gestorben.“„Allah möge ihn segnen. Das tut mir leid für euch. Aber er hat euch doch sicherlich etwas hinterlassen?“
    „Ja“, antwortete der junge Mann, „diese siebzehn Kamele. Das ist alles, was er hatte.“ „Dann seid doch fröhlich! Was bedrückt euch denn noch?“ „Es ist nämlich so“, fuhr der älteste Bruder fort, „sein letzter Wille war, daß ich die Hälfte seines Besitzes bekomme, mein jüngerer Bruder ein Drittel und der jüngste ein Neuntel. Wir haben schon alles versucht, um die Kamele aufzuteilen. aber es geht einfach nicht.“
    „Ist das alles, was euch bekümmert, meine Freunde?“ fragte der Mullah. „Nun, dann nehmt doch für einen Augenblick mein Kamel. und laßt uns sehen, was passiert.“
    Von den achtzehn Kamelen bekam jetzt der älteste Bruder die Hälfte, also neun Kamele; neun blieben übrig. Der mittlere Bruder bekam ein Drittel der achtzehn Kamele, also sechs: jetzt waren noch drei übrig. Und weil der jüngste Bruder ein Neuntel der Kamele bekommen sollte, also zwei, blieb ein Kamel übrig. Es war das Kamel des Mullahs; er stieg wieder auf und ritt weiter und winkte den glücklichen Brüdern zum Abschied lachend zu.

    Zu dieser Geschichte meint Heinz von Foerster: „So wie das achtzehnte Kamel, so braucht man Wirklichkeit als eine Krücke, die man wegwirft, wenn man sich über alles andere klar ist.“
    Quellen:



     X   







     Y   







     Z   


      Ziel
    Wer keine Ziele hat, ist dazu verdammt, für Leute zu arbeiten, die welche haben.

    Ziele SMART machen:

    S pezifisch
    M essbar
    A nspruchsvoll
    R ealistisch
    T erminiert
    Quellen:

      Ziele und Vision
    Wenn man sich einfach nur Ziele setzt, aber keine echte Vision hat, wird man sehr wahrscheinlich rückfällig, sobald erste Schwierigkeiten bei der Realisierung der Ziele auftreten.
    Quellen: P.Senge



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